Siegfried Göttfert will für die SPD den Bürgermeister-Sessel erobern

Kandidatenliste SPD, Foto: Armin Höhn
Kandidatenliste SPD, Foto: Armin Höhn

30. November 2019

Zwölf Frauen und zwölf Männer stehen im schönen, regelmäßigen Wechsel auf der Stadtratsliste der SPD in Bad Windsheim.

Zwölf Frauen und zwölf Männer stehen im schönen, regelmäßigen Wechsel auf der Stadtratsliste der SPD in Bad Windsheim. Bei der Nominierungsversammlung bezeichnet der Ortsvereinsvorsitzende Siegfried Göttfert die Zusammenstellung der Liste „ein mehr als starkes Signal“ und gab gleichzeitig seine Bereitschaft zur Kandidatur als Bürgermeister bekannt. Die Vorstellung der Kandidatinnen und Kandidaten war verbunden mit deutlicher Kritik am bisherigen Arbeit des amtierenden Bürgermeister Bernhard Kisch und dem zügellosen Machtanspruch der CSU im Stadtrat. SPD-Stadtrat Ronald Reichenberg warf Kisch das Versagen in vielerlei Bereich vor. Vom Schiffbruch beim geplanten Demenzzentrum und das zaghafte Angehen der Probleme im städtischen Senioren- und Pflegeheim über den Stillstand nach dem Kauf des Bahnhofs bis hin zur Verschleppung wichtiger Projekte für den Gesundheitsstandort Bad Windsheim reichte Reichenbergs Liste. „Viele Worte und wenig Taten“, so sein Resümee über Kischs Tätigkeit der vergangenen sechs Jahre. SPD-Fraktionsvorsitzender Matthias Oberth wiederum kritisierte, dass von der so groß versprochenen „Gemeinsamkeit“ des 2014 frisch gewählten Bürgermeisters nicht viel übrig geblieben ist. Ebenso seien wesentliche Projekte ins Stocken geraten oder nie richtig angepackt worden. So hat sich der Bürgermeister beim Kochbräu-Areal über den Tisch ziehen lassen und eine innerstädtische Entwicklung ist hier in weite Ferne gerückt. Auf der Liste finden sich Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Organisationen und Vereine, die sich zum Wohl der Stadt einsetzen. So steht auf Platz 2 der Liste Sabine Detsch, die unter anderem dem Klosterchor in Bad Windsheim und der historischen Stadtbibliothek für die zukünftigen Generationen sichern will. Oder die 27-jährige Alessa Lunz, die ihre Heimatstadt - nach einem beruflichen Abstecher nach München – deutlich attraktiver für junge Menschen und Familien machen möchte. Ein wichtiger Punkt ist für die SPD deshalb die Schaffung von günstigem Wohnraum und eine deutlich bessere Anbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln an den Großraum Nürnberg und Würzburg. Gleichzeitig soll die ökologischen Belange nicht zu kurz kommen, wie etwa SPD-Kandidatin Waltraud Rohr betonte. „Wir wollen Bad Windsheim fit für die Zukunft machen“, sagte Ortsvereinsvorsitzender und Listenführer Siegfried Göttfert. Er zeigte sich zuversichtlich, dass dies mit der in allen Bevölkerungsschichten verankerten Liste – die einstimmig von den anwesenden SPD-Mitgliedern genehmigt wurde – möglich ist. „Als Sozialdemokraten ist klar, dass bei uns die Menschen im Mittelpunkt stehen und nicht die eigenen Interessen“, so Göttfert weiter. Da auch der Bürgermeister fern von Interessen einzelner Personen agieren soll, sei er bereit seinen Hut in den Ring zu werfen und wird sich im Januar von seiner Partei als SPD-Bürgermeisterkandidat nominieren lassen. Liste der SPD-Kandidatinnen und Kandidaten 1. Siegfried Göttfert 2. Sabine Detsch 3. Matthias Oberth 4. Petra Negendank 5. Ronald Reichenberg 6. Ismene Dingfelder 7. Philipp Gröbel 8. Ute Horak 9. Mikail Özdil 10. Atiye Toptas 11. Gerhard Schüsterl 12. Alessa Lunz 13. Christian Bauer 14. Claudia Dentzer 15. Thomas Lunz 16. Angelika Borg 17. Don Fertinger 18. Monika Ziegler 19. Frank Beuschel 20. Hannelore Bauer 21. Kirsten Kandert 22. Gunther Frank 23. Waltraud Rohr 24. Arne Borg Bild könnte enthalten: 17 Personen, Personen, die lachen, Personen, die stehen

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